Schwäne in Not

Der lange und harte Winter macht den Wildtieren das Leben sehr schwer. Sie kämpfen bei diesem Wetter um das Leben und leider gibt es viele Todesopfer zu beklagen. Wir erhielten einen Hinweis auf Schwäne, die auf einer Wiese lagen und nicht mehr laufen konnten. Gleich waren wir vorort und sahen die in Not geratenen Schwäne.

Über 20 Schwäne saßen auf einer riesiger Weide und waren fast verhungert. Acht Schwäne lagen bereits tot zwischen den lebenden Tieren, einige davon waren festgefroren. Vielen fiel das Aufstehen schwer und waren total entkräftet. Die lange winterliche Lage machte eine Nahrungssuche fast unmöglich. Nicht wenige Schwäne hatten den Kopf im Gefieder und hatten sich aufgegeben.

Für die Schwäne hatten wir Säcke voller Hühnerfutter und Brot. Wir liefen zu jeden Schwan und warfen ihn das Futter zu. Langsam fraßen sie das Futter und wir stellten Wassernäpfe mit auf. Klar, frieren sie schnell ein, aber wir werden täglich neues Wasser und Futter verteilen. Drei Schwäne waren zu schwach und nicht in der Lage zu fressen. Wir handelten sofort und transportierten die drei Schwäne in Pflegestellen, denn die nächste Nacht hätten sie nicht überlebt.

Alle drei Schwäne werden aufgepäppelt und wir werden alles versuchen, sie zu retten. Nach einer kurzen Zeit begannen die Schwäne auf den Pflegestellen zu fressen. Wir drücken die Daumen, dass die Schwäne bald wieder gesund und munter in die Freiheit dürfen.

Täglich wird das Gebiet nun von uns angefahren und die Tiere mit Futter versorgt. Viele Säcke voll mit Hühnerfutter und viel Brot werden täglich verfüttert und wir würden uns über Spenden betreffend der Rettungsaktion der Schwäne sehr freuen.

Sie können sicher sein, dass wir um jedes Leben kämpfen und werden selbstverständlich weiter berichten.

Fütterung der einzelnen Schwäne Der linke Schwan lebt und der rechte ist leider verstorben.
Drei Schwäne im Bild, der Schwan in der Mitte ist tot. Auch die Wildgans kämpft um das überleben.
Zwei Schwäne völlig entkräftigt. Noch ein verendeter Schwan.
Wir kämpfen für jeden Schwan. Keine Kraft mehr zu laufen.
Auch die Blesshühner auf der Wiese sind hungrig. Ein Schwan der keine Kraft mehr hat um aufzustehen.
Mehr tot als lebendig.... Abtransport der zu geschwächten Schwäne, rechts im Bild ein verendetes Tier.
Nach kurzer Zeit auf der Pflegestelle, der Schwan trinkt und unser Herz macht ein Luftsprung... bloß weiterhin hoffen. Es dauert nicht lange und der Schwan frißt....

Zwischenbericht:

Seit der Rettungsaktion von den Schwänen sind 10 Tage vergangen. Ein zusätzlicher Schwan machte uns Sorgen und wir brachten ihn ebenfalls auf eine Pflegestelle. Tagelang wurde um die sehr geschwächten Schwäne auf den Pflegestellen gekämpft und wir haben den Kampf gewonnen. Vor zwei Tagen wurde der erste Schwan wieder an der gleichen Stelle in die Freiheit gelassen. Es war ein so unbeschreiblich beeindruckender Moment, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Ebenfalls konnten wir gestern einen weiteren Schwan auswildern und unsere Freude war riesig. Die restlichen Schwäne machen tolle Fortschritte. Sie können aufstehen und laufen. Drei Schwäne haben wir sogar wieder fliegen gesehen. Verständlicherweise sind sie noch sehr untergewichtig und eine weitere Versorgung der Schwäne ist notwendig. Also werden wir auch die nächste Zeit täglich Brote klein schneiden und mit Hühnerfutter die Schwäne versorgen. Die Daumen sind gedrückt, dass auch bald die restlichen zwei Schwäne in ihrer Pflegestelle aufgepäppelt sind und bald in die Freiheit dürfen. Wussten Sie, das Schwäne ungefähr 50 Jahre alt werden können? Wir hoffen sehr, das sie noch viele viele wunderschöne Jahre erleben dürfen. Wir bedanken uns vom ganzen Herzen für Ihre Anteilnahme und Ihre Spendenbereitschaft.Sie können sicher sein, dass wir auch in der nächsten Zeit für die Schwäne da sind....

Foto: Axel Bürgerer Foto: Axel Bürgerer
Foto: Axel Bürgerer Foto: Axel Bürgerer
Foto: Axel Bürgerer Foto: Axel Bürgerer
Foto: Axel Bürgerer Foto: Axel Bürgerer

Schwäne sagen Danke

Am 16.02 schrieb der Tierschutz-Aktiv-Friesland und Umzu e.V. eine Pressemitteilung über in Not geratene Schwäne im Bereich Wilhelmshaven. Wenige Tage vorher fand eines unserer Mitglieder auf einer großen Wiese einige tote Schwäne und daneben viel andere Schwäne in einen extrem schlechten Zustand. Teilweise noch gerade lebend am Boden festgefroren und fast verhungert. Was nach der Berichterstattung passierte, übertraf all unsere Erwartungen. Unzählige Anrufe von besorgten Bürgern, Meldungen über weitere in Not geratende Schwäne und Enten, und eine Vielzahl von Hilfsangeboten erreichten uns. Bürger stellten und Säcke mit Hühnerfutter vor die Tür, steckten Geldspenden in unsere Briefkästen oder spendeten direkt auf unser Vereinskonto. Auch die Behörden im Umland halfen uns, wenn es darum ging Meldungen über Schwäne in Gräben und auf Wiesen im Umland nachzugehen. Unbürokratisch, schnell und nicht nur während der Amtszeiten. Für die überwältigende Hilfsbereitschaft sagen wir heute im Namen der Schwäne – natürlich auch der anderen Vögel auf den Wiesen – Danke. Und ihre Hilfe war nicht nur dringend nötig, sondern auch von Erfolg gekrönt. Das wir vor wenigen Wochen einige Tiere nur noch tot fanden, war mehr als traurig. Aber was wir heute bei jeder Fütterung erleben können, lässt alles vergessen. Aber alle Tiere sind über den Berg. Auch die drei Schwäne, die so schwach waren, dass wir diese in Pflegestellen unterbringen mussten, haben es geschafft und sind seit ausgewildert und geniessen ihr zurückgewonnen Leben.

Dezember 2010

Der starke Winter schlägt in diesem Jahr wieder zu und die Tiere kämpfen über das Überleben. Die Vögel in Wilhlemshaven werden von verschiedenen Vereinen täglich versorgt. Wir kümmern uns wieder um die Schwäne am Barkhauser See und das Futter wird dankend angenommen.
Foto: Axel Bürgerer Foto: Axel Bürgerer
Foto: Axel Bürgerer Foto: Axel Bürgerer
 
Foto: Axel Bürgerer